Neue Westfäliche, Lokalteil Löhne, 8. Dezember 1997

 

 


 

Leserbief von Sven Schütte vom 18.12.97 an die NW und Löhner Zeitung

 

An die Neue Westfälische
Lübbecker Straße 9 
32584 Löhne

An die Löhner Zeitung 
Friedrichstraße 
32584 Löhne


Ihre Berichterstattung über die Auswertung des Fragebogens zum Löhner Stadtmarketing dieser Woche veranlasst uns zu einem Leserbrief. Ein kommunales Kino in Löhne ist unser Vereinsziel.

Sehr geehrte Damen und Herren, Kurt Rossa spricht von einem Fluch: „Sie sind dazu verdammt, pfiffig zu sein“, sagte der ehemalige Stadtdirektor von Köln zu 250 Bürgern dieser fünfteiligen Stadt in der Werretalhalle. Wir haben uns bereits dem Fluch gebeugt. Und haben einen Verein gegründet. Mit dem Ziel, ein kommunales Kino in Löhne einzurichten. Bei den Umfrageergebnissen zum Stadtmarketing steht der Wunsch nach einem Kino mit an erster Stelle. Bedarf ist da. Natürlich muss man so realistisch sein, daß Löhne kein Cinemaxx mit Hannnoverschen Ausmaßen bekommen kann. Unsere Initiative versteht sich auch nicht als Gründungsverein für einen Cineastenpalast. Wir wollen nicht nach den Sternen greifen, wo doch in nächster Nähe, in Bad Oeynhausen und Herford, demnächst bald Multiplexkinos aus dem Boden sprießen werden. Unser Kino soll keine Konkurrenz zu diesen Kinos bieten, sondern eine sinnvolle Ergänzung des kulturellen Angebots unserer Stadt werden. Wir wollen ein Programmkino, unsere Mitglieder entscheiden, was gezeigt wird. Deshalb haben wir uns am 28. November zusammengetan und einen Verein gegründet. Der „Verein zur Förderung der Filkunst in Löhne“ hat es sich zum Ziel gesetzt, ein kommunales Kino im Löhner Herzen zu installieren. Wir bündeln die Ideen zur Umsetzung dieses Wunsches. Und der Verein zählt mittlerweile 13 Mitglieder, Jugendliche aus allen Ecken Löhnes, die vor allem eines vereint: der Wille zu einem Kino in ihrer Heimatstadt. Natürlich ist jeder interessierte Neuling bei uns willkommen. Wir brauchen weiter Ideen zur Umsetzung, wir brauchen das Engagement von Vielen. Und ebenso brauchen wir Geld. Spender, die uns eine geeignetes Gebäude zur Verfügung stellen oder uns finanziell unterstützen wollen, sind ebenso herzlich willkommen. Am 11. Januar werden wir um 19.30 Uhr in den Mennighüffer „Dorfstuben“ unserem Ziel, ein kommunales Kino in Löhne einzurichten, wieder einen Schritt näherkommen. Und irgendwann im Februar oder März werden wir die erste Löhner Filmnacht ins Leben rufen. Ein Vorgeschmack auf das, was dann vielleicht im Jahr 2000 schon fester Bestandteil des Löhner Kulturlebens ist: ein eigenes Kino.

Mit freundlicher Bitte um Veröffentlichung im lokalen Teil ihrer Zeitung,

Sven Schütte

 


 

Neue Westfäliche, Lokalteil Löhne, 12. September 1998

 

 


 

Kino im Hallenbad Löhne am 20. Februar 2001

 

 


 

"Großes Kino unter freiem Himmel" (NW vom 17.08.02)

 

Foto:
Daniel Steinmeier / NW

 

Löhne (dast). Bepackt mit Klappstühlen, Decken, Knabbereien und Getränken strömten etwa 30 Filmfans am Samstag Abend ins Löhner Freibad. Der Verein zur Förderung der Filmkunst hatte zum Sommernachtskino geladen. Über die 60 Quadratmeter grosse Leinwand flimmerte die groteske Komödie "Being John Malkovich". "Wir zeigen das Stück noch von 16 Milimeter Filmrolle und über zwei Projektoren. Im nächsten Jahr werden wir dann wohl auf DVD umsteigen müssen, im veralteten 16 Milimeter-Format gibt es nämlich kaum noch Filme", sagt Sven Schütte vom Kino-Verein. Der Verein sucht daher neben neuen Mitgliedern auch noch Sponsoren, die dieses Projekt verwirklichen helfen.

 


 

"Kinoverein hat neuen Vorstand" (NW vom 11.03.2004)

 

 


 

"Die Geschichte der DDR auf 79 Quadratmetern"
(NW vom 21.08.2004)